Clausjürgens: Was ist der Parasit?

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“Was ist der Parasit? Er ist das Stabile im Instabilen, die Ruhe in der Bewegung, die Nicht-Veränderung im Austausch; im System die Handlung, in der Handlung das System, die Struktur der Handlung und das Handeln des Systems; das Ende im Ursprung und der Ursprung im Ende – Zirkularität. Die Inklusion der Gegensätze, unscharfe Relationen, dreiwertige Logiken; Varianz in der Invarianz – Ununterscheidbarkeit!” (p. 125) #Clausjürgens #Parasit

Clausjürgens, Reinhold, Inzest, Parasiten und Anderes, in: Reinhold Clausjürgens/Kurt Röttgers (Hgg.), Michel Serres: Das vielfältige Denken. Oder: Das Vielfältige denken (Contemporary Perspectives in European Philosophy | Zeitgenössische Perspektiven europäischer Philosophie). Paderborn: Fink Verlag 2020, 117–140.

Eco: Code

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[D]er Code stellt ein Wahrscheinlichkeitssystem dar, das über die Gleichwahrscheinlichkeit des Ausgangssystems gelegt wird, um dieses kommunikativ zu beherrschen.” (p. 57) #Eco #Code

Eco, Umberto, Einführung in die Semiotik. München: Wilhelm Fink Verlag 51985.

Deleuze/Guattari: Abstrakte Maschinen

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“Auch abstrakte Maschinen haben Eigennamen (und Datierungen), die natürlich keine Personen oder Subjekte mehr bezeichnen, sondern Materien und Funktionen.” (p. 197) #Deleuze #Guattari #AbstrakteMaschinen

Deleuze, Gilles/Guattari, Félix, Tausend Plateaus. Kapitalismus und Schizophrenie II. Berlin: Merve 1997.

Luhmann: Der Staat

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“Der Staat hat es mit Störungsabwehr, mit Ruhe und Ordnung zu tun.” (p. 203f.) #Luhmann #Staat

Luhmann, Niklas, Die Politik der Gesellschaft. Frankfurt a.M.: Suhrkamp Verlag 2002.

Luhmann: Legitimität der Staatsgewalt

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“Obwohl die Legitimität der Staatsgewalt (als Teil ihres Begriffs) automatisch zufällt, ist sie trotzdem Gegenstand kontinuierlicher Bemühung. Sie muß in der Unterscheidung legitim/nicht-legitim behauptet werden. Auf operativer Ebene heißt dies, daß die Staatsgewalt Verletzungen ihrer Regeln nicht gleichmütig geschehen lassen kann, sondern sich zeigen und reagieren muß. Auf semantischer Ebene heißt dies, daß rechtfertigende Gründe (Semantiken, Ideologien) ausgearbeitet werden müssen, die erklären, wofür die legitime Gewalt sich einsetzt. So wird das Legitimieren der Gewalt zu einem Dauergeschäft der Politik, das sich allerdings in wesentlichen Hinsichten auf Selbstverständlichkeiten (Werte) stützen kann.” (p. 193) #Luhmann #Legitimität #Staatsgewalt

Luhmann, Niklas, Die Politik der Gesellschaft. Frankfurt a.M.: Suhrkamp Verlag 2002.